Im Hauch der Liebe


Wieder allein liege ich auf Deinem Platz, spüre Deinem Duft nach und höre noch entfernt Dein Lachen. Die Stunden mit Dir waren wundervoll, kleiner Engel. Mit Dir in unserer kleinen Küche zu sein, Dir bei der Zubereitung des Essens zu “helfen”, Dein vergnügtes Lachen zu hören, mit Dir herumzualbern, all das ist so erfrischend und läßt mich aufleben. – Es hat so etwas Idyllisches, wenn ich bei kaltem Wind und Regen von draußen ins Küchenfenster hineinschaue und sehe Dich ganz versunken mit den Küchengerätschaften hantieren; wie Du alles mit kindlichem Ernst sortierst, wie Du mir Tee mit Rum machst gegen die Kälte und wie Du mich dann wärmend in die Arme nimmst. Und wie Du Dich so liebevoll erheitern kannst, wenn sich wieder mal mein Ungeschick im Umgang mit den Dingen des Alltags und ihren Tücken zeigt. Dann stellt sich ein solch liebliches und vergnügtes Lachen ein, daß mir ums Herz ganz warm wird. Dann öffnest Du mir die Flasche Rotwein oder schneidest die Tomaten klein und all das mit so viel Liebreiz und Anmut!

In ein paar Tagen schon bist Du wieder bei mir, mein Engel. Dann liest Du mir vorm Schlafengehen die Geschichte vor,  zu der wir nicht mehr gekommen sind und ich kuschle mich dabei an Deine Beinchen. Dort ist es so wohlig warm und ich fühle mich geborgen, wenn Du mir vorliest. Dieses Mal muß ich mich mehr auf die Geschichte selbst konzentrieren und darf nicht über das Entzücken an Deiner Stimme und ihren Betonungen den Inhalt überhören.

Und wo fand ich Dich am Donnerstag als wir uns nach nur kurzer Trennung in der großen Buchhandlung in Münster verabredet hatten? – In der Kinderbuchabteilung! – Wo sonst! :-) Hier warst Du in Deinem Metier, in Deiner Welt und hast mich nicht mal kommen sehen, so gedankenversunken war mein Purzelchen zwischen all den bunten Bilderbüchern. Vielleicht gelingt es uns ja irgendwann mal, uns in dieser Buchhandlung über Nacht einschließen zu lassen. Dann könnten wir die ganze Nacht dort verbringen, Du bei den Kinderbüchern und ich bei den philosophischen Büchern. Und zu jeder Stunde treffen wir uns und lesen uns etwas vor: Du aus “Puh der Bär” (schreibt man das eigentlich mit “h”?) und ich aus “Weiße Nächte”. Und wenn dann am anderen Morgen die ersten Angestellten die Buchhandlung betreten, finden sie uns schlafend in irgendeiner der Leseecken.

Aber vielleicht erwachen die Bücher ja auch des Nachts zum Leben und I-ah (der kuschelt übrigens unten gerade mit Blöki) und Tigger entspringen lebendig Deinem Buch.  Aber vielleicht ist die Idee doch nicht so gut: aus meinen philosophischen Büchern würden nämlich dann nur klapprige Skelette herauspurzeln, die Dich erschrecken würden. -

Grüß mir die liebe Mama und den lieben Papa schön in Bielefeld! – Als ich damals Anfang der 80er Jahre dort an der Uni Vorlesungen hörte, warst Du noch gar nicht auf der Welt; das war vielleicht ganz gut, denn damals hatte ich diesen “schrecklichen” Bart! :-)

Fahr´ schön vorsichtig, kleines Mäuschen! – Hab´ Dich lieb und warte auf Deine Rückkehr! – Ich werde mir die Zeit mit meinen Büchern vertreiben und an den Ostertagen weite Spaziergänge machen. Und an Dich denken!

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2 Gedanken zu “Im Hauch der Liebe

  1. Du bist der liebste Schatz der Welt.
    Ich freue mich auch sehr die Familienfeierlichkeiten hinter mich gebracht zu haben, damit ich bald zu dir zurück und dich fest in die Arme nehmen kann.
    Ich hab dich sehr, sehr lieb kleine Knukuh.

    • Ich habe Dich auch sehr lieb, mein kleines Purzelchen. – Schon in wenigen Stunden bist Du ja wieder bei mir. Dann können wir wieder miteinander kuscheln und I-ah und Blöki sind dabei. Bis nachher, mein kleiner Engel.

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