Sich naßregnen zu lassen, vermeidet man im allgemeinen. – Es sei denn, es geschieht zu einem Zeitpunkt, da man sich der durchnäßten Kleidung beizeiten entledigen kann und – eine geeignete Landschaft bildet zum Regenguß die Kulisse. Geeignet ist etwa ein See – schon deshalb, weil auch sein Element das Wasser ist. Von Wasser umgeben zu sein, von ihm eingehüllt und durchdrungen zu sein, bedeutet für einen Landtreter, der Natur ein Stück mehr ausgesetzt zu sein. - Zwar spricht die Natur noch nicht zu einem, aber man hört dem Regen den bestimmten Artikel gleichsam an. Vielleicht schaut er einen an. – Das kleine Mädchen, das mich am Ende meines Spaziergangs aus dem sicheren Wageninneren anstaunte, mag gedacht haben, ich käme vom Schwimmen. Kinder haben Ideen. Aber zurückkehren wollte ich da auch nicht mehr.
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Temps Weblog- Zwischenzeitlicher Zustand 17. Januar 2009Den Lagebericht zur persönlichen Situation muss ich leider vermeiden, da gewisse Umstände mich zwingen wegzufahren. Es ist kalt geworden in Deutschland, nicht nur hinsichtlich der Außentemperaturen. Wenn man beschließt, eine Kurskorrektur vorzunehmen, wird man oft für verrückt gehalten. Verrückt waren meine letzten vier Jahre, jetzt befinde ich mich in der […]temporarilysilent
- Weltverständnis 8. Dezember 2008Experimenten zufolge scheinen moralische Betrachtungen eine Rolle in den meisten grundsätzlichen Konzeptionen der Menschen zu spielen. Die Implikation liegt darin, dass sich der normale Weg eines Weltverständnisses radikal von dem unterscheidet, das wir in den Wissenschaften suchen. Obwohl dieses keine besondere Form einer semantischen Fragestellung beinhal […]temporarilysilent
- Alternativfrage 6. Dezember 2008Wer oder was sorgt dafür, dass das, was ich wähle, dieses ist und nicht jenes? Bin ich es, die die Entscheidungen trifft, oder ist es irgendetwas in mir, das für mich die Entscheidungen trifft? Z.B. ein cartesianischer Homunculus? Wenn ich es bin, die entscheidet, wer oder was bin ich dann? Alternativerweise, wenn es einen Homunculus gibt, [...]temporarilysilent
- Freiheit 5. Dezember 2008In der Antike wurde Freiheit vorwiegend als Freiheit der Polis verstanden. Das gesellschaftlich freie Miteinanderleben bildete sich erst in der Neuzeit aus einem Autonomieverständnis heraus. Durch einen Anstoß von Kierkegaard wurde im 20.Jhdt. innerhalb der Existentialphilosophie Freiheit thematisiert.temporarilysilent
- Verlegenheit 21. November 2008Wie sollte ich beschreiben wie es mir schon seit Tagen geht? Ich habe in letzter Zeit wenig in dieses Weblog geschrieben, da ich mehr die Online – Kommunikation ausprobiert habe. Allerdings sind diese virtuellen Eskapaden wenig von Erfolg gekrönt. Wesentliches scheint zu fehlen. Was passiert, wenn das logon didonai versagt und wir von der „Dämon […]temporarilysilent
- Privatssphäre 2. November 2008Als die erste Ausgabe von „Verstand und Gefühl“ veröffentlicht wurde, waren alle 750 Exemplare im Juli 1813 ausverkauft. So wurde eine zweite Ausgabe für Oktober 1813 anvisiert. Die erste Edition wurde veröffentlich mit dem Autor „only by a lady“. Die zweite Ausgabe war ebenso anonym und versehen mit dem Zusatz „von der Autorin […]temporarilysilent
- Zur Situation 22. Oktober 2008Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier gewesen, auf der sich die meisten Gäste zwischenzeitlich angeschwiegen haben. Ich hätte zwar von meinen Erlebnissen auf der Frankfurter Buchmesse noch ausführlicher berichten können, vorallem darüber, wie man eine geballte Informationsflut in drei Leinentaschen mit nach Hause nimmt, aber ich habe es unterlassen. Zud […]temporarilysilent
- Einsamkeit 10. September 2008Ich fand dieses Bild auf Deviant.com. Persönliche Besorgnis wird transformiert in einen post-apokalyptischen Alptraum – das Subjekt scheint verloren.temporarilysilent
- Harmonie versus Panik 9. September 2008Harmonie im nicht- musikalischem Sinne, ist ein Konzept, das vielen Kulturen gemein ist, da es ein „metaphysisches „Phänomen beschreibt. Wie schon im alten Griechenland ist Harmonie die Interaktion von mindestens zwei Teilen , um ein Ganzes zu erzeugen, welches die Eigenschaften seiner Elemente transzendiert. Heute stand ich in beständiger Intera […]temporarilysilent
- Warten auf Godot 4. September 2008Die Handlung des Theaterstücks “Warten auf Godot“ lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Warten. Samuel Beckett sprengt damit jedwede Erwartungen an ein Drama. In Warten auf Godot passiert nichts, es gibt keine tiefgründigen Charaktere, sondern clowneske Figuren. Statt großer Monologe macht sich der Eindruck eines unverständlichen Gefasels bre […]temporarilysilent
- Zwischenzeitlicher Zustand 17. Januar 2009
2 Kommentare
Lieber Nauplios,
es muss schön sein, so vom Regen durchdrungen zu werden, gerade bei einem Spaziergang um den See.
Hier haben wir für bestimmte widrige Wettersituationen
den Deich. Das macht dann auch Spaß, wenn es stürmt und regnet .:-)
Liebe Grüße,
Temp
Liebe Temp!
Der Deich – oh ja, wie könnte ich den Deich vergessen?!
Ich erinnere mich noch gut an unseren Kampf gegen die Elemente, an den Wind und den Regen an einem Freitagnachmittag. Aber wir haben ja jetzt auch ein Rezept dagegen: Cognak.
Liebe Grüße
Nauplios