Wiedermal ein Spaziergang am Kanal. Der Weg ist inzwischen mit meterhohen Gräsern zugewachsen. Auf das Geschehen an Bord der langsam hintuckernden Schiffe hat man als Spaziergänger wahrscheinlich einen romantisierenden Blick, den man sich nur dadurch erhalten kann, daß man Spaziergänger bleibt und die Vorstellung, man selbst sei Binnenschiffer beizeiten auf sich beruhen läßt. – Ich muß dann manchmal an Romane von Simenon denken, der nicht selten Treidelpfade, Schiffsladeräume, Schifferkneipen zu Schauplätzen seines Romangeschehens wählt. Mord am Kanal – das hat nicht nur Unheimliches; auch Anheimelndes. – Im Roman.
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Temps Weblog- Zwischenzeitlicher Zustand 17. Januar 2009Den Lagebericht zur persönlichen Situation muss ich leider vermeiden, da gewisse Umstände mich zwingen wegzufahren. Es ist kalt geworden in Deutschland, nicht nur hinsichtlich der Außentemperaturen. Wenn man beschließt, eine Kurskorrektur vorzunehmen, wird man oft für verrückt gehalten. Verrückt waren meine letzten vier Jahre, jetzt befinde ich mich in der […]temporarilysilent
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- Alternativfrage 6. Dezember 2008Wer oder was sorgt dafür, dass das, was ich wähle, dieses ist und nicht jenes? Bin ich es, die die Entscheidungen trifft, oder ist es irgendetwas in mir, das für mich die Entscheidungen trifft? Z.B. ein cartesianischer Homunculus? Wenn ich es bin, die entscheidet, wer oder was bin ich dann? Alternativerweise, wenn es einen Homunculus gibt, [...]temporarilysilent
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- Verlegenheit 21. November 2008Wie sollte ich beschreiben wie es mir schon seit Tagen geht? Ich habe in letzter Zeit wenig in dieses Weblog geschrieben, da ich mehr die Online – Kommunikation ausprobiert habe. Allerdings sind diese virtuellen Eskapaden wenig von Erfolg gekrönt. Wesentliches scheint zu fehlen. Was passiert, wenn das logon didonai versagt und wir von der „Dämon […]temporarilysilent
- Privatssphäre 2. November 2008Als die erste Ausgabe von „Verstand und Gefühl“ veröffentlicht wurde, waren alle 750 Exemplare im Juli 1813 ausverkauft. So wurde eine zweite Ausgabe für Oktober 1813 anvisiert. Die erste Edition wurde veröffentlich mit dem Autor „only by a lady“. Die zweite Ausgabe war ebenso anonym und versehen mit dem Zusatz „von der Autorin […]temporarilysilent
- Zur Situation 22. Oktober 2008Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier gewesen, auf der sich die meisten Gäste zwischenzeitlich angeschwiegen haben. Ich hätte zwar von meinen Erlebnissen auf der Frankfurter Buchmesse noch ausführlicher berichten können, vorallem darüber, wie man eine geballte Informationsflut in drei Leinentaschen mit nach Hause nimmt, aber ich habe es unterlassen. Zud […]temporarilysilent
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- Harmonie versus Panik 9. September 2008Harmonie im nicht- musikalischem Sinne, ist ein Konzept, das vielen Kulturen gemein ist, da es ein „metaphysisches „Phänomen beschreibt. Wie schon im alten Griechenland ist Harmonie die Interaktion von mindestens zwei Teilen , um ein Ganzes zu erzeugen, welches die Eigenschaften seiner Elemente transzendiert. Heute stand ich in beständiger Intera […]temporarilysilent
- Warten auf Godot 4. September 2008Die Handlung des Theaterstücks “Warten auf Godot“ lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Warten. Samuel Beckett sprengt damit jedwede Erwartungen an ein Drama. In Warten auf Godot passiert nichts, es gibt keine tiefgründigen Charaktere, sondern clowneske Figuren. Statt großer Monologe macht sich der Eindruck eines unverständlichen Gefasels bre […]temporarilysilent
- Zwischenzeitlicher Zustand 17. Januar 2009
2 Kommentare
Die langen Spaziergänge am Kanal sind doch wunderschön.
Vermutlich gibt es auch die Entchen noch, die sich in der Nähe der Mutter aufhalten während sie ihre ersten Schwimmversuche unternehmen?
Kein Wunder, dass Du sie mit einer Binnenschifferromantik verklärst.
Die Entenfamilie – alleinerziehende Entenmama mit 9 kleinen Entchen – gibt es bestimmt noch, Temp!
Schade, daß ich gestern kein Brot dabei hatte; das Mißtrauen gegen Menschen schien mir noch in einem Frühstadium zu sein, aber an diesen einsamen Stellen hat man als Spaziergänger gewöhnlich keinen Proviant dabei. Vielleicht war ja die Flucht ins sichere Element Wasser bei meinem Erscheinen kein natürliches Verhalten, sondern nur eine „Üung“.