Wiedermal ein Spaziergang am Kanal. Der Weg ist inzwischen mit meterhohen Gräsern zugewachsen. Auf das Geschehen an Bord der langsam hintuckernden Schiffe hat man als Spaziergänger wahrscheinlich einen romantisierenden Blick, den man sich nur dadurch erhalten kann, daß man Spaziergänger bleibt und die Vorstellung, man selbst sei Binnenschiffer beizeiten auf sich beruhen läßt. – Ich muß dann manchmal an Romane von Simenon denken, der nicht selten Treidelpfade, Schiffsladeräume, Schifferkneipen zu Schauplätzen seines Romangeschehens wählt. Mord am Kanal – das hat nicht nur Unheimliches; auch Anheimelndes. – Im Roman. :-)

2 Kommentare

  1. Die langen Spaziergänge am Kanal sind doch wunderschön.
    Kein Wunder, dass Du sie mit einer Binnenschifferromantik verklärst. ;-) Vermutlich gibt es auch die Entchen noch, die sich in der Nähe der Mutter aufhalten während sie ihre ersten Schwimmversuche unternehmen?

  2. Die Entenfamilie – alleinerziehende Entenmama mit 9 kleinen Entchen – gibt es bestimmt noch, Temp! :-)

    Schade, daß ich gestern kein Brot dabei hatte; das Mißtrauen gegen Menschen schien mir noch in einem Frühstadium zu sein, aber an diesen einsamen Stellen hat man als Spaziergänger gewöhnlich keinen Proviant dabei. Vielleicht war ja die Flucht ins sichere Element Wasser bei meinem Erscheinen kein natürliches Verhalten, sondern nur eine „Üung“. :-)


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