Der Tag am Meer war wunderschön. – Aber das lag nicht am Meer. Es lag am Himmel. Und es lag natürlich an der Geselligkeit mit Temp. Das Meer zeigte sich von seiner zurückgezogenen Seite. Genau genommen zeigte es nicht sich, sondern das, was es im günstigeren Fall bedeckt. Fachleute sprechen dann von Ebbe – ein Begriff, der dem Landtreter aus der Wendung „Ebbe im Portemonnaie“ vertraut ist. Ebbe am Strand hat einen ähnlichen Frustrationsgehalt wie Ebbe im Portemonnaie: Man bekommt etwas nicht zu sehen, um dessen willen es Strände und Portemonnaies gibt. Es wird einem vorenthalten, was vorzufinden man billigerweise erwarten durfte. Im Falle des Meeres ist das allerhand; denn man fährt nicht ans Meer, um mit seinen Hinterlassenschaften Vorlieb zu nehmen. In der Johannes-Offenbarung heißt es, daß es das Meer am Ende aller Zeiten nicht mehr geben würde. Vielleicht übt das Meer schon. :-)

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