Very british:

Amarcord ist einer der schönsten Filme, die ich kenne. – Der Titel bedeutet „ich erinnere mich“ und Fellini beschreibt darin in burlesken Episoden seine Erinnerungen an das faschistische Rimini zu Beginn der 30er Jahre. – Die Musik zu diesem Film stammt von Nino Rota und ist hier zu hören:

Der Abendsegen aus Humperdincks Hänsel und Gretel soll der Auftakt sein zu einer kleinen Reihe über Musik, die mir nahe geht und mich rührt:

 

 

Heute nacht, mein kleiner Engel, sind meine Gedanken bei Dir. Zwar haben wir soeben noch telephoniert und doch habe ich schon wieder das Bedürfnis, Dir nah´ zu sein. So schicke ich meine Gedanken auf Reisen durch die dunkle Nacht. Sie mögen Dich in Deinem süßen Schlummer sanft berühren und das „Ich hab´ Dich lieb“ soll als guter Stern über Deinen Träumen stehen. – Vielleicht treffen wir uns ja gleich im Traumland unserer Phantasie. Wie Du weißt, pflege ich in der Nacht aus meinem Bett ein schwebendes Nachtgefährt zu machen, mit dem ich erst in die Höhe und dann mit sanfter Rechtsbiegung aus dem Fenster zu schweben gedenke. Und dann geht es immer höher zu den Sternen und es wird immer kälter. Ich ziehe mir dann die Bettdecke über den Kopf und luge mal aus der einen, mal aus der anderen Seite aus dem Bett. Unter mir sehe ich dann die Stadt liegen mit ihren einsamen Straßen und den vielen kleinen Lichtern. Ab und zu wird der Blick durch nächtliche Wolkenfetzen getrübt und dann nehme ich Kurs auf Deinen Wohnort und nach kurzer Zeit nähert sich mein Luftschiff Deiner Straße. Und dann schwebt mein Bett vor Deinem Fenster und ich sehe Dich schlafend in Deinem Bettchen liegen. – Und es ist allerliebst, zu sehen, wie Du einen Arm unter Dein Köpfchen geschoben hast und am Fußende ein Füßchen vorwitzig unter der Bettdecke herausschaut. Mir kommt dabei ganz unwillkürlich der „Abendsegen“ aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“ in den Sinn:

Abends will ich schlafen gehn,
vierzehn Engel um mich stehn:
zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füßen,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zweie, die mich decken,
zweie, die mich wecken…

zweie, die mich weisen
zu Himmels Paradeisen!

(Wenn Du magst, spiele ich Dir das mal beim nächsten Mal am Klavier vor.)

Und wenn ich Dich dann so hübsch wohlbehütet in Deinem Bettchen gesehen habe, dann mache ich mich auf den Heimflug. – Doch genauso schön ist es natürlich, wenn wir beide gemeinsam einschlafen, eng aneinander gekuschelt. Schlaf schön, mein Engel und träume was ganz Schönes. Morgen bist Du wieder bei mir und ich freue mich auf Dich! – Denke immer daran, daß ich Dich lieb habe! –  Ich gehe jetzt ins Bett, unsere kleine Blöki wartet schon. Bis gleich, mein Engel!

Mit dem heutigen Tag beginnt meine liebste Jahreszeit. – Im Herbst durch die münsterländischen Wälder zu streifen, an einem Spätnachmittag, wenn die Dämmerung schon langsam beginnt und die letzten Sonnenstrahlen durch das Blätterwerk dringen, ist sehr romantisch. Noch geht es in der Natur recht sommerlich zu; aber das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Wenn erst der Nebel sich auf Wiesen und Felder senkt und der Waldboden mit Blättern übersät ist, dann ist die Zeit, in der es in der warmen Stube umso behaglicher ist. Kommt noch Regen hinzu und frühe Dunkelheit, dann läßt sich der Kontrast zwischen dem Draußen und Drinnen noch intensiver spüren und es ist ein Vergnügen, nach einem Herbstspaziergang draußen wieder ins behagliche Drinnen einzutauchen, in die Wärme und zu den Büchern. – Herbst ist Lesezeit. Wohl dem, der unter einer Decke im Schein einer Lampe und bei einem heißen Tee – gerne auch einem Cognac – sich in fremde Gefilde und Abenteuer begeben kann, während draußen der Sturm ums Haus pfeift oder im Kamin heult. – Ich gehe dann in später Nacht gern noch mal für einen Moment vor die Tür, durchaus in strömendem Regen, unter wolkenverhangenem Himmel. Dafür bin ich mit Regenstiefel, Regenjacke und Regenhose in diesem Jahr so gut gewappnet wie nie. – Der Herbst kann kommen. Im Herbst des Lebens bin ich schon. :-)

Mein Purzelchen! Ich habe mal drei Photos hochgeladen von meinen Besuchen an der Nordsee letzte Woche. Das erste zeigt das Meer vor dem Hintergrund der untergehenden Sonne. Vielleicht hat Seneca sich so die tranquillitas animi, die Meeresstille des Gemüts vorgestellt:

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Und hier gleich noch eines:

Bild 039

Auf diesem Bild stört eigentlich nur der komische Mann:

Bild 047

Bis gleich, mein Engelchen. Ich freue mich auf Dich! :-)

Das war gestern ein wunderbarer Tag am Meer, mein Engel! Mit Dir am Ufer zu stehen und vor uns die Weite des Meeres und darüber der blaue Himmel, das war ein ganz besonderes Erlebnis. Das Meer zur Sommerzeit – das erinnert mich immer an den herrlichen Film „Die Ferien des Monsieur Hulot“ von Jacques Tati. Dieser Film ist 1953 – in meinem Geburtsjahr – entstanden. Es ist insbesondere die im Film immer wiederkehrende Titelmelodie, die es mir angetan hat; sie hat auf wundersame Weise Ähnlichkeit mit dem gleichgültigen Rauschen der Wellen, die sich am Strand brechen. Am Meer ist der Tag gleichsam zeitlos. Am Meer ist der Himmel immer noch Himmelszelt und spannt sich über den Horizont. Ich habe nachfolgend ein paar Szenen aus Tatis Film eingefügt:

2590Mein Engel!

Jetzt ist es schon tief in der Nacht und Du liegst sicher in Deinem Bettchen und träumst was Aufregendes! Ich kann nur in Gedanken bei Dir sein und ich stelle mir vor, wie ich Dich sanft streichle und Dir das Köpfchen kraule. – Ich empfinde viel Zärtlichkeit für Dich und möchte Dir meine Zuneigung immerfort zeigen. Aber das geht nicht immer; wie zum Beispiel in dieser Nacht. Dann können wir uns nur in unseren Träumen begegnen. Ich gehe dann manchmal noch ein wenig in die Nacht hinaus und schaue zu den Sternen hoch und wenn ich dann Dein Sternchen ganz hoch oben blinken sehe, dann fühle ich mich Dir ganz nahe. In der Stille der Nacht meine ich dann Deine Atemzüge hören zu können. – Deine neue Puh-der-Bär-Kuscheldecke aus Holland liegt derzeit in meinem Bett und wenn ich mich gleich schlafen lege, dann kuschle ich mich daran und denke an Dich. -

Der Tag in Holland mit Dir war wunderschön! Das kleine Kaffeehaus, in dem wir saßen, war ganz bezaubernd. Dorthin müssen wir unbedingt bei Gelegenheit noch mal fahren! Aber richtig schön wird es erst durch Dich. Ich sehe Dich noch immer vor mir, wie Du Deine Waffel in kleine Portionen einteilst und wie Du mit den Augen eines Kindes die hübschen Erdbeeren genießt. Solche Momente sind besonders schön, weil Du dann ganz in Gedanken bist und Dein Gesicht die Züge einer ganz unschuldigen Sinnlichkeit bekommt.

Ein anderes Kaffeehaus beschäftigt mich im Moment übrigens auch: das „San Marco“ in Triest. In diesem berühmten Café spielt nämlich ein Roman, den ich gerade lese. Vielleicht fahren wir irgendwann ja mal dorthin! :-)

Und nun, mein Liebling, schlaf´ gut und träume was ganz Schönes! Dein Schutzengel wacht über Deine Träume. Und ich schaue noch mal für ein paar Minuten nach draußen in unseren Garten; der wird immer mehr zu einem wilden Paradies; überall wächst und rankt es nun. Und über all dem spannt sich der dunkle Nachthimmel und der Mond mit seinem Licht läßt alles so phantastisch und märchenhaft erscheinen. – Und vielleicht scheint er ja auch jetzt gerade in Dein Schlafzimmerchen hinein und bestellt Dir in Deinem Traum einen Gruß: Ich hab´ Dich lieb!

Mein kleiner Engel!

Ich hatte Dir ja versprochen, daß ich Dir noch was schreibe zu unserem kleinen Jubiläum. Hier ist es. :-)

Das war ein wunderbares Halbjahr mit Dir, Engelchen – Wintermonate, in denen wir bei Kerzenschein vorm Kamin gesessen haben und in denen wir uns Geschichten vorgelesen haben, Frühlingstage, in denen wir im Garten gebuddelt und gepflanzt haben und Sommertage, die wir aneinander gekuschelt in unserem Strandkorb verbracht haben. Erinnerst Du Dich noch, daß ich Dir einmal als Fortsetzungsroman Gottfried Kellers „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ vorgelesen habe? Ich konnte die letzten Sätze kaum noch lesen; so nah war ich den Tränen. (Gottseidank hast Du´s nicht bemerkt) – Und erinnerst Du Dich noch, wie Du mir mal am Telephon eine „Einschlafgeschichte“ vorgelesen hast? Sie hat ihre beabsichtigte Wirkung binnen Minutenfrist erreicht. -

Seit es Dich in meinem Leben gibt, weiß ich nun wer Rosalie und Trüffel sind und daß es nicht „rumpel di pumpel“, sondern „rumpel di pumpel di pumpel di pu“ (oder so ähnlich) heißen muß. Seitdem ich Dich kenne erlebe ich Autofahren wieder wie damals im Kinderkarussell und habe mehr Unterhosen. Ich weiß nun wie man Princessböhnchen warm macht und ich kenne dies:

Das ist der Daumen / Der pflückt die Pflaumen / Der sammelt sie auf / Der trägt sie ins Haus / und DER ißt sie alle auf.

Richtig? :-)

Es ist schön, mit Dir im Strandkorb im Garten zu sitzen, wenn der Regen auf unser kleines Zeltchen prasselt. Es ist schön, sich hinter Dir verstecken zu können, wenn im Film das Monster kommt. Es ist schön, wenn Du mich krabbelst und ich lachen muß. Es ist schön, wenn ich mich an Dich kuscheln kann. Es ist schön, wenn Du mir in aller Herrgottsfrühe eine SMS schickst. Es ist schön, wenn wir in einer sternklaren Winternacht unter einer Decke liegen.  Es ist schön, mit Dir im Regen naß zu werden. Es ist schön, mit Dir in einer Sommernacht draußen zu sitzen und in den Sternenhimmel zu schauen. Es ist schön, daß es Dich gibt. – Ich hab´ Dich lieb, mein Engelchen!